Wie lebt es sich mit einem Vater, der zwischen den Fronten vermitteln muss, Friederike Magirius?

Shownotes

Dies ist ein Podcast der Stiftung Friedliche Revolution Leipzig - er wird von den Journalisten Björn Menzel und Pierre Gehmlich produziert.

Schreiben Sie uns gern unter presse.neuigkeit@gmail.com.

Die Stiftung betreut im Auftrag der Stadt Leipzig das Projekt rund um die Errichtung eines Freiheits- und Einheitsdenkmals in Leipzig. Die sächsische Staatskanzlei unterstützt die Podcaststaffel "Die Kinder der Anderen" mit dem Förderprogramm "Sehnsucht nach Freiheit". Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Mehr über das Freiheits- und Einheitsdenkmal Leipzig finden Sie hier.

Und hier gibt es mehr Informationen über die Stiftung Friedliche Revolution Leipzig

Credits: Produktion: Björn Menzel und Pierre Gehmlich; Specher:innen: Carolin Voigt, Pierre Gehmlich, Björn Menzel; Musik: Nando Lierath, Episoden-Cover: Björn Menzel; Podcast-Cover: ABL/Bernd Heinze; Original-Töne: Siegbert Schefke, Aram Radomski; Cover-Design: Steffen Bertram

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00:00:00: Ich habe ihn in einer sehr verantwortungsvollen Position erlebt.

00:00:03: Er hat sehr versucht zu vermitteln zwischen verschiedenen Positionen, er hatte verschiedene Gruppen die dann kam und ihre Forderungen und ihre Wünsche geäußert haben und hatte natürlich die Verantwortung als Superintendent für die ganze Gemeinde dort, für diesen ganzen Kirchenbezirk Und die Friedensgebete waren in den Händen der Gruppen.

00:00:30: Es gab da ganz feste Vorgaben, wer wann und welches Friedensgebet macht.

00:00:34: Pfarrer Führer war involviert in der Wohnung oben drüber.

00:00:38: Das war jeden Tag im Austausch die Gespräche.

00:00:42: Er hatte die Verantwortung innerhalb der Kirche, innerhalb der Gemeinde ... Und musste regelmäßig, ich meine damals dann im Herbst schon einmal eine Woche, musste er zum Rad des Bezirkes gehen wurde vorgeladen, um sich zu äußern wie es weitergeht und wurde befragt.

00:01:01: Er hat da nicht immer ganz ausführlich darüber berichtet aber das war mit Sicherheit kein leichter Gang jedes Mal.

00:01:11: Aber er hat versucht auch Mit dieser Seite einfach zu sprechen.

00:01:16: Wir haben gerade Frederike Magirius gehört.

00:01:19: Sie ist die Tochter von Friedrich Magirias und spricht über ihren Vater.

00:01:23: Der Pfarrer war Superintendent in Leipzig und mitverantwortlich für die Friedensgebete in der Nikolaikirche.

00:01:29: Ohne die hätte es wohl die berühmten Montagsdemonstrationen nicht gegeben, bei denen neunundachtzig Zehntausende um die Leipziger Innenstadt liefen – und wir sind das Volk riefen!

00:01:40: Frédéric Marguerius hat den Herbst neunandachtzig in Leibzig miterlebt.

00:01:44: Wir reden mit ihr genau darüber Und natürlich über ihren Vater als Mann der Kirche und seine Rolle Ende der achtziger Jahre

00:01:51: die

00:01:52: Heute teilweise auch kritisch gesehen wird.

00:01:54: Und wir sprechen über ihr eigenes Leben als Tochter, eine Persönlichkeit in mitten der Geschehnisse der friedlichen Revolution.

00:02:11: Wir sind das Volk!

00:02:12: Der Podcast über die Friedliche Revolution.

00:02:18: Wir sind nach Giffhorn gefahren an Niedersachsen Denn hier lebt schon mittlerweile seit fast drei Jahrzehnten Friderike Magirius.

00:02:27: Schön, dass wir hier sein dürfen.

00:02:29: Hallo Ich freue mich auch Ja, ich stöme mich am besten kurz vor.

00:02:34: Ich bin inzwischen fast sechszig Jahre alt, lebe hier in Gifford schon jetzt eine ganze Weile und habe aber in meinem Gepäck eine ganze Menge an Erfahrungen die mich mit früheren Zeiten in Leipzig und davor mit anderen Städten noch in der ehemaligen DDR verbinden.

00:02:57: was jetzt schon lange nicht mehr so heißt und habe verschiedene Stationen erlebt.

00:03:01: Aufgrund des Berufes meines Vaters, der ja Pfarrer war im Hauptberuf und das war damals so üblich dass tatsächlich auch häufiger ein Umzug damit verbunden war.

00:03:12: Der war also erst Pfarrerin einer kleinen Gemeinde und dann sind wir auch noch an verschiedenen Stationen gezogen.

00:03:20: und in den achtziger Jahren war ich dann sehr intensiv in Leipzig Und das war eine sehr prägende Zeit für mich.

00:03:26: Da kommen wir gleich noch drauf, weil es für uns der spannende Punkt ist aus ihrer Familiengeschichte.

00:03:31: Wie sie aufgewachsen sind und was die da erlebt haben würden.

00:03:34: aber nochmal kurz bei ihnen bleiben.

00:03:35: gerne wollen Was sind Sie denn heute?

00:03:38: Also was arbeiten Sie wie leben Sie?

00:03:41: vielleicht können ein bisschen kurz erzählen

00:03:44: Ja ich bin Förderschullehrerin Ich arbeite schon einige Jahre an einer Gesamtschule hier in Wolfsburg Ganz um die Ecke hier Und ja Über meinen Beruf sehr gerne aus.

00:03:59: Ist ja ganz wichtig bei Lehrern auch.

00:04:03: Ja, also tatsächlich gibt es da viel dazu zu sagen dass natürlich dieser Beruf immer herausfordernder wird und das ist tatsächlich aber ja ein ganz spannendes anderes Thema.

00:04:13: Aber Sie arbeiten können man auch sagen wie ihr Vater mit Menschen?

00:04:17: Also sie geben Menschen was mit gehen vielleicht doch eine Richtung.

00:04:20: wenn man das jetzt mal ganz hoch hängen wollte

00:04:23: Wenn man das so wölte, habe ich... Ich hab darüber schon nachgedacht im Anflug für dieses Gespräch.

00:04:28: Dass sich natürlich dachte ja klar, dass ist auf jeden Fall eine Prägung die ich bekommen habe.

00:04:33: Dieses mit Menschen was zu tun und für Menschen da zu sein und Mitmenschen zusammenzusehen ist auf jedem Fall ne Sache die ich Aufgrund meiner Erziehung meine Familie meines Lebens auch mit meinen Eltern und meiner Familie mitgenommen hat.

00:04:49: mit Sicherheit.

00:04:50: Das würde ich so unterschreiben.

00:04:52: Lassen Sie uns gerne mal ein paar Schritte zurückgehen.

00:04:54: Sie haben gesagt, sie sind in einem Pfarrerhaushalt aufgewachsen?

00:04:58: Wie war das in der DDR im Pfarreraushalt?

00:05:02: Das war eine besondere Situation, ich hab noch zwei ältere Brüder und meiner Meinung nach haben die es deutlicher zu spüren als ich.

00:05:14: Ich war die Jüngste ... Und ja, das war immer eine gewisse Sonderrolle.

00:05:22: im Positiven und im Negativen manchmal so gewesen sein.

00:05:26: Je nachdem, auf wen man gestoßen ist tatsächlich als Partner oder Partnerin im Gespräch oder in Situationen.

00:05:34: Wir sind sehr behütet aufgewachsen In einer Kleinstadt in der Nähe von Kamarckstadt.

00:05:40: am Anfang.

00:05:41: Da war mein Vater Gemeinnepfarrer.

00:05:43: Ja das war so dass wir nicht im Kindergarten waren.

00:05:46: Das hatten meine Eltern dann sich gewünscht Form von Erziehung, dass wir die dort genießen.

00:05:54: Meine Mutter war zu Hause damals und hat uns betreut.

00:05:58: Erst in der Schule sind wir dann so ein bisschen da reingewachsen in diese Dinge, die dazugehörten in der damaligen DDR.

00:06:05: Meine Eltern hatten sich damals bewusst dafür entschieden – das haben wir Kinder nicht entschieden als wir Jünger waren -, dass wir Teil der Gemeinschaft sein sollten.

00:06:14: Wir waren bei den Pionieren später auch in der FDH.

00:06:18: Das war so eine Diskussion.

00:06:20: Auch als wir Eltern waren zu Hause, dass klar war der Wunsch nach nicht dazugehören aber dazu gehören um auch mitentscheiden und sich einzumischen.

00:06:34: das war immer das was mein Vater sich sehr gewünscht hat.

00:06:37: ich glaube er war da.

00:06:40: oder meine Eltern, muss man schon auch sagen.

00:06:42: Meine Eltern auf beide.

00:06:44: Zu sagen wenn du da mitmachst kannst du dann auch Verantwortung übernehmen und kannst dort auch zeigen dass es Dinge gibt die anders sein können.

00:06:51: das ist nicht immer ganz leichtes Päckchen gewesen.

00:06:56: also dabei sein und dann trotzdem Dinge anders zu sehen und anders zu wissen auch herausfordernd manchmal gewesen.

00:07:08: Als Kind nicht so, aber später dann schon.

00:07:10: Das richtig Teil des Systems zu sein um es vielleicht ändern zu können weil was wir sehr oft ja mittlerweile gehört haben ist gerade Pfarrersfamilien haben sich ja genau aus diesen Dingen rausgezogen.

00:07:21: FD-Otler, sein Pionier, seinen vieleren Kinder

00:07:24: Ja, das ist mir auch nach hinein.

00:07:27: Wenn ich viel danach gefragt worden bin dann später fand ich das auch noch mal interessant selber nochmal.

00:07:33: Ich habe das als Kind nicht so krass empfunden sondern es war eher wirklich immer so dass das für andere auf der anderen Seite ein Problem war, dass das so war.

00:07:45: Spannend wurde das tatsächlich erst in der Jugend und beim Studium dann sowieso... Da war es dann auch sehr kritisch mitunter.

00:07:53: Da war's dann auch noch mal ein bisschen anders, weil ich dann natürlich Sachen nochmal anders für mich entscheiden konnte.

00:07:58: Als Kind konnte ich das nicht für mich entscheiden, da war das anders.

00:08:02: Ja, würde ich gerne mal nachfragen... Sie waren bei den Pionieren, Jungpioniere, Thema-Pioniere in der FDJ?

00:08:08: Wie hat man darauf geguckt ... Das war ja bekannt in der Kleinstadt, dass sie aus einer Pfarrersfamilie kommen.

00:08:13: und wie hat man da aufgeguckt?

00:08:18: Es gab dadurch glaube ich immer sehr spannende Gespräche sogar!

00:08:22: Es gab Gespräche auf jeden Fall.

00:08:25: Es gab auch Menschen, die das hinterfragt haben ... Ich weiß noch genau, ich hatte einen Staatsbürgerkunde-Lehrer, der fand das hochgradig schwierig.

00:08:33: Der hat mir immer gesagt, solche Leute wie euch können wir hier nicht brauchen?

00:08:36: Was machst du überhaupt?

00:08:38: Er hat also mir jegliche Rechte eigentlich abgesprochen sowieso und gesagt, diesen Beruf, den ich ergreifen wollte, wäre für Menschen wie mich in der DDR gar nicht möglich.

00:08:49: Das hat manchmal eher Leute verunsichert sogar.

00:08:53: Trotzdem war die Haltung klar, wir haben keine Jugendweihe gemacht.

00:08:56: Es war ganz klar, dass wir bestimmte Dinge natürlich nicht mitmachen und nicht ... Ich hab das tatsächlich hinbekommen an diesem Wehrl- ... Also es gab ja diese Früherziehung, diese Zivilgst oder so was.

00:09:11: Genau ich habe dann immer gesagt aus Glaubensgründen und Gewissensgründe, Das wurde akzeptiert.

00:09:20: Es gab dann eher Gespräche darüber, ich habe tatsächlich einmal einen Schulverweis bekommen und das war weil ich eine Plastiktüte mit hatte aus dem Westen.

00:09:33: Also so oder wegen des Aufennährerscheider zu Flugschalen aber nicht, irgendwie in den Pionieren oder FDJ.

00:09:43: Das war tatsächlich ein interessanter Versuch, ich glaube dass meine Eltern da auch hinterfragt worden sind von Kollegen und Kolleginnen mit Sicherheit.

00:09:51: Da kann ich aber nicht so viel darüber sagen was da genau die Beweggründe jetzt waren.

00:09:56: Und gleichzeitig auch das haben wir im Podcast schon ein paar mal gehört Pfarrersfamilie oder Kinder von Pfarrern zu sein hieß auch man war nicht Teil dieses Systems wurde auch so wahrgenommen beziehungsweise um kürzlich war ne?

00:10:08: Das ganz klar gesagt wurde, du wirst nicht auf eine EOS gehen.

00:10:13: Du wirst nichts studieren.

00:10:15: Hat es das für Sie dann leichter gemacht?

00:10:17: Leicht ein Anfangszeichen wenn sie bei dem Pionier und in der FTJ waren?

00:10:21: Also meine Geschwister haben beide keinen Abitur machen dürfen.

00:10:24: Meine älteren Brüder... Da traf das genauso noch zu.

00:10:28: Ich hatte dann das Glück, in Leipzig zu sein.

00:10:30: In den Anfang achtziger Jahren war das ein bisschen entspannter.

00:10:33: tatsächlich schon.

00:10:34: da habe ich das von anderen auch gehört die auch in dem Umfeld waren dass sie dann auch schon.

00:10:41: also ich durfte dann eine Oberschule gehen ich durften Abitur machen Aber das sind dann so Schikanen gewesen, natürlich.

00:10:47: Ich wohnte ja mit einem Nikolaj-Kirchhof in der Stadt und ich musste nach Miltitz in die weit entfernteste EOS fahren, die es in Leipzig gab.

00:10:56: Das ist ein Stück?

00:10:57: Und da sind diese Dinge gewesen.

00:10:59: aber ... Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich diesen Schulplatz bekommen werde.

00:11:05: Das war nicht klar.

00:11:08: Aber ja, war natürlich auch gut für mich sehr gefreut.

00:11:13: Wir müssen vielleicht an der Stelle sagen, ihr Vater war ja nicht irgendein Pfarrer in der DDR.

00:11:19: Sie haben gerade schon gesagt, sie haben gewohnt an der Nikolajkirche – wer war Ihr Vater?

00:11:25: Mein Vater war Friedrich Magyrios, der dann später an der Nicolaj-Kirche Superintendent war und in den Achtzigerjahren natürlich in diese Entstehung der Friedensgebete sehr involviert war, sehr viel Verantwortung in dieser Zeit übernommen hat Sehr bekannt geworden ist darüber natürlich und später dann auch den Runden Tisch geleitet hat mit in Leipzig.

00:11:50: Und in die Politik gegangen

00:11:51: ist danach noch.

00:11:53: Was man weiß über ihren Vater,

00:11:55: Erz

00:11:56: war ja auch vorher für die Aktion Sühnezeichen bekannter ging es darum dass Freiwillige außer DDR aufarbeiten was damals unter den Nazis passiert ist.

00:12:04: Was hat er da gemacht genau?

00:12:06: Er war leiter der Aktion Syne Zeichen in der DDR und das war dann die Zeit wo wir aus... Karl-Marx-Stadt, damals Einsiedel weggezogen sind in die Nähe von Berlin.

00:12:18: Da haben wir auf einem ganz kleinen Dorf gewohnt und mein Vater hat dann in Berlin gearbeitet und hat dort nebenbei damit für überhaupt eine Wohnung hatten, hatten wir ein altes Pfarrhaus bewohnt in der Nähe vom Berlinen.

00:12:29: Und da hat er nebenbei diese Pfarrstelle noch mit betreut.

00:12:32: Das so hing das zusammen, dass man überhaupt mit einer Familie dort wohnen konnte.

00:12:37: Er hatte die Aktionssünderzeichen in Berlin geleitet dadurch viele Kontakte in osteuropäische Länder tatsächlich, hat Aktionsdünne Zeichen Ost ganz viel diese Versöhnungslager.

00:12:50: Hier ist das ja die Arbeit mit Menschen in verschiedenen ehemaligen Konzentrationslagern und so weiter.

00:12:58: Verschiedene Stellen, die Versöwnungsarbeit in diese Richtung betrieben.

00:13:02: Und es gab dann natürlich immer schon einen Austausch im Berlin auch mit den Aktions- und Dünnezeichen Friedensdienste in Westdeutschland.

00:13:09: Darf ich da fragen?

00:13:10: Wenn Sie sagen, er hatte Kontakte zum Beispiel nach Osteuropa, hat wahrscheinlich auch Kontakte in Berlin gehabt.

00:13:15: Waren das Kontakte zu Menschen die in der DDR-Opposition waren?

00:13:21: Oder waren es dann auch Kontakte zu Menschen, die vielleicht in der DDR auch in Führungsrollen waren?

00:13:27: Bei Aktien und Söhnezeichen waren das tatsächlich eher Menschen, überlebende, die in diesen Einrichtungen gearbeitet haben... die in Gedenkstätten gearbeitet haben, die im Rahmen der Kirche tätig waren natürlich sehr viel.

00:13:42: Aber dann könnte man ein Beispiel aufgreifen – die engen Kontakte nach Polen.

00:13:46: Das war tatsächlich so dass sie ganz viele Menschen kannten, die bei Solidarnos aktiv waren in dieser Zeit.

00:13:52: und ja also ich... finde das schwierig, war das Oppositionelle oder nicht?

00:13:59: Ja natürlich.

00:14:01: Da

00:14:01: waren ganz viele verschiedene Bereiche dabei und da gab es ja ganz viele Freiwillige, da wurden diese Sommerlage organisiert, da konnte man halt hinfahren und dann vierzehn Tage mit Menschen zusammen aus verschiedenen Bereichen wo es möglich war dass Menschen teilnehmen konnten aus den natürlich in der DDR mehr Ostblock-Staaten, dass da Begegnungen möglich war und der Austausch möglich war.

00:14:30: Das war so der Grundstein dafür, besonderen Kontakt nach Polen gepflegt.

00:14:35: Nach Krakau hat er enge Kontakte gehabt.

00:14:37: Und ist ja dann später auch nochmal Ehrenbürger von Krakow tatsächlich geworden?

00:14:43: Es gab hier eine Idee, dass das Spannende bis heute dieser Kern dieser Veränderung, der kam auch aus der Kirche.

00:14:51: Weil Menschen in der Kirch gesagt haben hier ist ein Raum, hier ist einen Schutzraum wo wir das machen können wollen gleichzeitig Veränderungen.

00:14:57: Inwieweit hat es ihr Vater auch in diesem Kirchenraum versucht?

00:15:01: War das ein Startpunkt für ihn?

00:15:05: Das finde ich eine schwierige Frage weil das hätte er sicherlich besser beantworten müssen.

00:15:13: Ich denke schon Ja, ich denke schon.

00:15:17: Aber ich kann das schwer selber jetzt gerade beantworten weil dann natürlich darüber auch gerade über diese Frage ja sehr viel was ihn betrifft sehr viel gesprochen wurde.

00:15:27: Ich denke schon dass er das gesehen hat aber dass er immer versucht hat das ganze im Blick zu haben Was das angeht?

00:15:34: Ich meine frage könnt ihr immer nach lauten Haben Sie in der Familie darüber gesprochen?

00:15:37: also sie waren ja wenn ich es jetzt richtig nachrechne in den achtziger und da war sie auch schon ein bisschen größer ein bisschen mehr mitbekommen.

00:15:43: Haben sie in der familie Ende des siebziger in den Achtzigern darüber gesprochen, dass sich ein DDR was verändern muss und das es aus der Kirche kommt?

00:15:51: Ja natürlich.

00:15:52: Also ja natürlich!

00:15:53: Das war auch ganz klar, wir haben Kontakte gehabt.

00:15:56: bei uns spielte sich ja alles zu Hause ab Wir hatten immer auf ne Tür und es waren immer Menschen da Es war immer Besuch da.

00:16:04: Das war Teil der Familie.

00:16:05: über Söhnezeichen sind wir selber als Kinder auch Begegnungsreisen mitgefahren.

00:16:10: Wir haben an diesen Austauschenteil genommen, wir haben selber sehr viele Menschen... Ich habe auch zum Beispiel mal ein so ein Dünnezeichenlager im Konzentrationslager Buchenwald zwei Wochen gearbeitet und gelebt.

00:16:22: Das sind eindrückliche Dinge einfach Und das hat mir diese Prägung auch mit gegeben und natürlich war das In der Familie auch Thema!

00:16:30: Wir haben solche Dinge besprochen und dann haben wir Menschen getroffen Mit denen wir uns natürlich da noch ausgetauscht haben polnische Brieffreunde und verschiedene Dinge.

00:16:42: Das hat den Blick unheimlich geöffnet natürlich, es gab die Chance, Dinge anders zu sehen.

00:16:48: also tatsächlich ist das ein Unterschied wenn andere Angebote da sind oder wenn die Chance da ist, Dinge anderes zu erleben.

00:16:57: einfach auf jeden Fall.

00:16:58: Andere Input?

00:16:59: Ja bekannt ist ihr Vater aber ja vor allem als Superintendent in Leipzig als Mitgestalter der Frinsgebete, wo später dann auch die Montagsdemonstrationen daraus entstanden sind.

00:17:12: Uns interessiert natürlich wie war das Leben in der Familie?

00:17:15: In den achtziger Jahren dort direkt neben der Nikolaikirche?

00:17:21: Ja!

00:17:21: Das war sehr spannend.

00:17:23: also ich war genau neunundachtzig mit dem Studium fertig.

00:17:26: Ich habe wie gesagt in Rostock studiert bin dann wieder nach Hause gekommen hatte keine Möglichkeit eine eigene Wohnung zu beziehen und bin bei meinen Eltern wieder eingezogen.

00:17:37: Meine Geschwister waren schon ausgezogen und ich zog wieder ein.

00:17:40: Und habe das also ganz intensiv miterlebt, genau diesen Herbst, neunundachtzig.

00:17:48: Und natürlich vorher schon.

00:17:50: auch wenn ich nicht zu Hause gewohnt hab wussten wir ja was über die Jahre vorher schon an schwierigen und guten Entwicklungen, an beiden... Was sich da bisher so getan hatte.

00:18:01: Im Herbst fing das dann an, die Friedensgebete liefen schon eine ganze Weile.

00:18:06: Dann wurde es etwas umfangreicher und immer mehr Menschen kamen.

00:18:14: Es spitzte sich auch immer mehr zu.

00:18:18: Das war tatsächlich interessant, das zu erleben.

00:18:22: Da spielte sich ja ganz viel angesprochen Begegnungen bei uns auch damals immer noch in der Wohnung ab.

00:18:29: Mein Vater hatte sein Dienstzimmer in unserer Wohnung und da war also ständig sehr viel Betriebsamkeit, sehr viel Begängnis und Telefonate und Absprachen.

00:18:41: Und das war schon ein wichtiger Ort dass immer wieder eigentlich Gespräche stattgefunden haben zwischen allen die beteiligt waren um das in irgendeiner Form gut zu gestalten.

00:18:54: Welche Rolle hat genau ihr Vater gespielt dabei?

00:18:57: Wie war das?

00:18:59: Ich habe ihn in einer sehr verantwortungsvollen Position erlebt.

00:19:03: Er hat sehr versucht, zu vermitteln zwischen verschiedenen Positionen.

00:19:08: Er hatte verschiedene Gruppen die dann kam und ihre Forderungen und ihre Wünsche geäußert haben.

00:19:16: Und er hatte natürlich die Verantwortung als Superintendent für die ganze Gemeinde dort, für diesen ganzen Kirchenbezirk Und die Friedensgebete waren in den Händen der Gruppen, der verschiedenen.

00:19:30: Es gab da ganz feste Vorgaben wer wann welches Friedensgebet macht und Pfarrerführer war involviert.

00:19:36: er wohnte oben in der Wohnung obendrüber.

00:19:39: Das war also jeden Tag Im Austausch die Gespräche und er hatte die Verantwortung innerhalb der Kirche innerhalb der Gemeinde und musste regelmäßig.

00:19:48: ich meine damals dann Im Herbst dann schon, ich glaube einmal in der Woche musste er zum Rat des Bezirkes gehen.

00:19:56: Wurde vorgeladen um sich zu äußern wie das weitergeht und wurde befragt.

00:20:02: Er hat da nicht immer ganz ausführlich darüber berichtet aber Das war mit Sicherheit kein leichter Gang jedes mal.

00:20:11: Aber er hat versucht auch Mit dieser Seite einfach zu sprechen.

00:20:16: Ich glaub Kommunikationen war so ein Thema für ihn.

00:20:20: Mit dieser Seite meinen Sie DDR-Uhrlichkeitrat des Bezirkes?

00:20:24: Er hat das Gespräch gesucht, er hat sich dem nicht verweigert...

00:20:29: Was wartet die Idee oder was war seine Intention da?

00:20:32: Also das war gar nicht seine Idee sondern... Sie

00:20:35: haben ja gesagt es war ihm wichtig oder er wollte das machen?

00:20:39: Ich glaube er wollte auch immer Schlimmeres vielleicht verhindern, er wollte im Austausch bleiben.

00:20:45: Reden verändert Schlimmeres.

00:20:46: Ja, ich denke dass das so eine auf jeden Falle Intention war zu sagen wenn wir miteinander reden können Konflikte vielleicht nicht verhindert aber vielleicht abgemildert werden oder man kann nach Lösungen suchen.

00:21:00: Ich glaube das ist ein Schlüsselwort irgendwie zu sagen Man redet miteinander und man einigt sich auch was Und man kann sich aufeinander verlassen und man schafft Vertrauen auch auf beiden Seiten.

00:21:10: Das glaube ich war auch im Thema Vertrauen.

00:21:14: Wenn Sie sagen, es gab so mehrere Gelegenheiten, wo's schwierig war zu vermitteln.

00:21:18: Gibt das eine Gelegenheit, wo es Ihnen mal aufgefallen ist oder die Ihnen vielleicht im Gedächtnis geblieben ist?

00:21:22: Wo aus dem Friedensgebiet eine Forderung kam und Ihr Vater hat dann versucht zu vermitteln?

00:21:28: Oder eine bestimmte Zeit aus dieser Zeit?

00:21:30: Es

00:21:34: ist schwierig!

00:21:35: Also es gab auf jeden Fall ja schwierige Gespräche weil... wie soll ich das sagen weiß ich nicht.

00:21:48: Also ich kann kein konkretes Beispiel sagen, nicht so wirklich.

00:21:52: Es hat dann ja eine ganz starke Eigendynamik angenommen und das hat glaube ich nochmal für alle was bewegt am Ende.

00:21:58: Es war glaube ich viele Monate auch dass das so dahin ganz gut lief mit den Friedensgebeten.

00:22:07: Es war ja ganz klar, dass das immer überwacht war.

00:22:09: Es war ganz klar die Stasi dann die Kirche besetzte.

00:22:11: Dass dort plötzlich Leute drin saßen, die eigentlich da nicht hingehörten.

00:22:16: Dass sich die Angst immer mehr Raum brach so, was passieren könnte auf der Seite der Menschen, die Angst hatten natürlich und... Dann gab es immer mehr Polizei und immer mehr Bereitschaftspolizei.

00:22:32: Also der Druck ist einfach stetig höher geworden, dadurch dann auch schon Bedenken die Verantwortung zu tragen dafür dass Menschen etwas passieren kann.

00:22:42: das habe ich so wahrgenommen, dass ihnen das schon beschäftigt hat auf jeden Fall.

00:22:46: Kann ich mal einen kleinen Schritt zurückgehen?

00:22:48: Wir wissen ja okay Friedensgebiete in Neun-Achzig kennt man heute weil da sehr viele Menschen hingegangen sind.

00:22:53: Die sind dabei Leipzig zweiundachzig gestartet mit eine Handvoll Menschen.

00:22:58: Welche Rolle hat ihr Vater gespielt bei diesen Friedensgebeten ab zweiundachtzig?

00:23:02: Das kann ich nur aus der zweiten Reihe berichten, weil ich das auch genau weiß.

00:23:12: Ich weiß, dass sich gegründet hat über diese Node damals und ... diese Bestrebungen kamen, das zu machen.

00:23:20: Und es sind ganz bewusst viele Gruppen die sich für ganz vielfältige Dinge eingesetzt haben.

00:23:25: In zweiundachtzig schon damals war interessant Umweltschutz, verschiedene Themen Friedensarbeit, Austausch mit anderen Ländern und ... Das ging nicht nur um Politik in der DDR sondern natürlich voll davon.

00:23:40: Umwelthutz hat damit zu tun.

00:23:42: wie ist denn mit der Umwelt umgegangen worden?

00:23:43: Klar!

00:23:45: Aber das Boot damals schon einen Raum Dinge zu besprechen, inhaltliche Dinge in dieses Friedensgebiet zu bringen.

00:23:52: Und zum Mischen die religiösen Dinge mit den inhaltlichen vielleicht auch politischen Dingen und die waren dann unterschiedlich.

00:23:59: natürlich.

00:24:00: jede Woche war eine andere Gruppe dran und ich denke dass das auf sehr breiten Füßen stand damals dass es schon gewollt war auch auf jeden Fall diese Gruppe.

00:24:10: Sie haben gerade diese Unsicherheiten, das hat neunundachtzig beschrieben.

00:24:12: Sie waren selber da in diesem Elternhaus.

00:24:15: Sie haben gemerkt was in der Nikolajkirche passiert.

00:24:18: Wie ging es Ihnen selber dabei?

00:24:22: Ja ich kannte sehr viele Menschen und war mittendrin wieder.

00:24:24: Ich hatte ja auch viele Freundinnen und Freunde damals dort und bin damit dabei gewesen mittendrinn also zwar Eigentlich war ich schon junger Erwachsener.

00:24:36: Ich habe meine eigenen Entscheidungen damals getroffen, aber hing natürlich voll in dieser Familien-Situation noch mal wieder drin.

00:24:44: Aber es gab eigentlich wenig Raum in dem Moment, sondern das war hauptsächlich eingenommen von dieser ganzen Situation in der Phase.

00:24:51: Natürlich war wenig Zeit für Familie.

00:24:54: Ich hab das sehr intensiv miterlebt selber.

00:24:57: Hab viele Menschen gekannt und an diesen ... Friedensgebeten und Demonstration ja auch mit teilgenommen.

00:25:05: Aber hatten Sie zum Beispiel Angst um sich, Angst in Ihrer Familie?

00:25:08: Wie war das?

00:25:10: Ja also ich denke dass sehr viele Menschen Angst hatten in diesen Tagen.

00:25:15: wir hatten zu Hause auch Angst.

00:25:18: mein Vater hatte glaube ich wenn ich das über ihn von ihm so sagen kann natürlich angst des menschen.

00:25:23: was passiert dass der neunte oktober tatsächlich so abgelaufen ist wie er abgeladen.

00:25:30: es war Ja, ein Geschenk.

00:25:32: Das war nicht klar dass das wirklich so friedlich ablaufen würde.

00:25:37: Dieser tag vorher diese tage vorher das waren unheimliche spannungen die man in der ganzen stadt spürte Die ich aber auch zu hause dann spürt durch die vielen telefonate vielen gespräche vielen menschen die kamen immer wieder neue Dinge die kam.

00:25:53: aber natürlich Habe ich da auch nicht alles jetzt einen einblick gehabt oder so.

00:25:57: das war sein job seine arbeit und wir haben sicherlich Dinge geteilt, aber ganz vieles auch nicht.

00:26:05: Ich weiß das bestimmte Gespräche dann nicht in seinem Amtszimmer stattgefunden haben weil das Telefon natürlich abgehört war.

00:26:12: Das war klar dass dann so besondere Sachen gegen die spazieren oder wurden irgendwo anders Gespräche geführt und man hat es schon mitbekommen was für eine Anspannung über dieser Zeit lag.

00:26:30: Ich frage mich bei dem, im Familienalltag fragt man ja auch bei den Eltern manchmal nach.

00:26:35: Haben sie danach gefragt wie er darauf blickt?

00:26:37: Also ob das jetzt gut findet was da in der Nikolajkirche gegenüber passiert und gab es eine Antwort?

00:26:51: Denke dass manchmal auch Ja auch Befürchtungen mit dabei mit geschwungen sind auf jeden Fall befürchtung Dass das vielleicht zu groß wird so viel wird.

00:27:01: Wie kann man das machen?

00:27:03: aber ich glaube dass sich sehr viele Partner gefunden haben und Partnerinnen, die wirklich in der Zeit dann auch sich vernetzt haben.

00:27:11: Und dass man das so ein bisschen auf mehrere Schultern verteilt hat, das habe ich so erlebt.

00:27:16: Dass Menschen dann ja gekommen sind und gesagt haben wir unterstützen das mit, also dass nie jemand alleine eigentlich dargestanden hat.

00:27:25: Das hatte ich ... Das Gefühl hab' ich bekommen damals, dass es Fahrer gab, die das unterstützt haben.

00:27:31: Fahrer, die vielleicht sich eine andere Sichtweise noch gewünscht hätten, mehr Mut gewünscht hätten.

00:27:38: Also da Dinge immer wieder auch eher auf meinen Vater eingeprasselt sind, wo man so dachte ja er muss da seinen eigenen Weg finden, er musste Entscheidungen treffen Er hatte eine gewisse verantwortliche Position und war gezwungen auch Entscheidungen zu treffen Und das hat er aber nie alleine gemacht.

00:27:56: Das habe ich wirklich so unterschreiben dass es tatsächlich immer in Absprache mit anderen Menschen passiert ist.

00:28:02: Aber man hätte hier mit den Fahrern sprechen können, die das eher vorantreiben wollten oder eher vielleicht die unterstützen, die es ganz bremsten wollten.

00:28:13: Was war Ihr Eindruck da von Ihrem Vater?

00:28:16: Er hat glaube ich immer sehr viel abgewogen für sich und er war denke ich immer eher ein Mensch des Ausgleichs.

00:28:26: Er hat immer versucht vielleicht manchmal auch Dinge ja zuviel vielleicht auch manchmal im Blick zu haben dadurch dann auch zu Gewichten irgendwie so ein bisschen, zu sagen ja ich muss an mehrere Positionen denken.

00:28:39: Ich kann nicht nur mit einer Seite

00:28:40: gehen.".

00:28:41: Und sie sind ja auch eine Tochter?

00:28:44: Wie sind Sie denn da auf ihn zugegangen?

00:28:46: Sie haben ja selber gesagt, Sie waren auf den Demos dabei.

00:28:49: Sie waren bei den Friedensquäten dabei und Sie werden mit ihm gesprochen haben.

00:28:54: was war das für Diskussionen?

00:28:56: Haben Sie gesagt Mensch, da muss sich etwas verändern.

00:28:58: Ihr Vater hat gesagt Ja, müssen aber gucken.

00:29:00: Dass es ausgewogen bleibt und ich befürchte das?

00:29:03: Wie kann ich mir das

00:29:03: vorstellen?".

00:29:05: Das wurde nie in Frage gestellt, dass ich da bin oder dass das so ist – das war ganz klar!

00:29:10: Also wir waren ja auch als meine Freunde, meine Familie... Wir waren da schon auch zusammen auf jeden Fall.

00:29:17: Und da waren wir dann nicht….

00:29:19: Da war er aber in seiner Arbeit sozusagen.

00:29:21: Da war ich vielleicht weniger Tochter in dem Moment sondern eher….

00:29:27: Er hat da schon glaube ich sehr in seiner Rolle.

00:29:30: sehr in seiner Rolle,

00:29:31: ja.

00:29:31: Und die haben sie als Tochter nicht infrage gestellt?

00:29:33: Sie sind sich da an ihm gerieben wie man das ausfamilien kennt.

00:29:36: also ich habe mich wir haben viel Diskussion als Vater und Tochter gehabt auf jeden Fall.

00:29:42: aber in diesem Bereich war es sehr deutlich dass da vielleicht auch einfach nicht genug Raum.

00:29:49: also wir hatten Ich glaube in dieser Zeit hatten mir nicht sehr viele persönliche private zeit.

00:29:56: Das ist glaube ich so.

00:29:57: Da sind andere Dinge vorgegangen und das ist tatsächlich Eine Sache, die als Tochter so eines Menschen eine Rolle spielt.

00:30:05: Dass da Dinge vorgehen.

00:30:07: Das war ganz oft Dinge vorgehen und dass das im Moment da so zentral war und so wichtig war.

00:30:16: Aber ich habe viele Dinge auch mitgetragen.

00:30:17: auf jeden Fall.

00:30:18: Ich war ja auch richtig, dass... ...ich hab vieles mitbekommen.

00:30:22: Da spielte sich wie gesagt sehr viel bei uns zu Hause ab.

00:30:26: Sobald der Blick sich eben auch ein bisschen öffnet, komme ich wieder zu dem anderen zurück.

00:30:32: Wenn man den Blick weitet und sieht es gibt unterschiedliche Meinungen und man kann einfach mal unterschiedlichen Meinungen zuhören und mit den Menschen sich austauschen und dann gucken wo soll's denn hingehen?

00:30:44: Dass das auch was sehr spannendes sein kann natürlich und auch viel bringen kann.

00:30:49: Ja Wir treffen uns ja heute und sprechen auch miteinander unter dem großen Slog sag ich mal die Kinder der anderen und wir haben jetzt sehr viel über das Leben ihres Vaters erfahren, was ja Einfluss hatte.

00:31:05: Was auch streitbar war oder bis heute streitba ist dieses leben.

00:31:10: uns interessiert natürlich Wie hat diese rolle ihres vaters nicht nur ihre familie geprägt sondern speziell auch sie als tochter geprägten in ihrem leb?

00:31:18: wie reflektieren Sie dass?

00:31:39: es gibt da verschiedene bereiche in denen man geprägen sein kann also sehr persönlich und dann natürlich in dem, wie man vielleicht in der Welt sich bewegt.

00:31:47: Und wie man eine Haltung annimmt, einnimmt.

00:31:52: Ich glaube schon dass ich dieses Zuhören nicht gleich für eine Seite Partei ergreifen.

00:32:00: Vielleicht eher dieses Ausgleichende.

00:32:02: das sind sicher Dinge die ich zu Hause gelernt habe.

00:32:08: Ja und es hat mich geprägt offen zu sein offen zu sein für Menschen, für andere Meinungen vielleicht auch?

00:32:21: Es ist eine riesige Frage gerade auf die ich ganz viel antworten kann.

00:32:26: Sie haben uns zum Beispiel erzählt dass sie heute als Zeitzeugin auftreten bei ihren Schülern oder in der Schule.

00:32:34: Ist das ein Teil dessen?

00:32:36: Ich nenn es mal vielleicht Versuch eines Umgangs dessen was man ja erlebt hat, was die Familie geprägt hat.

00:32:46: Ja Also eine besondere Rolle, einfach eine besondre Geschichte zu haben.

00:32:51: Das ist ja schon wenn man aus der damaligen DDR kommt und da viele Jahre gelebt hat, hat man glaube ich schon die Geschichte.

00:32:58: Und ich glaube Freunden haben wir so gesprochen über meine Geschichte was das absolut nur verkürzt Wenn man jetzt hier erzählt dass sich bei den Pionieren waren, das ist wirklich ne völlige Verkürzung dieser Geschichte.

00:33:09: Sondern Wir waren auch die anderen natürlich Waren wir die Anderen?

00:33:13: Wir waren Besondere Am Rand standen ganz oft, auch nicht gesehen wurden oder die tatsächlich eben auch ihre Schwierigkeiten hatten in diesem System natürlich.

00:33:25: Aber ich glaube, ich habe eher gelernt oder was mich geprägt hat ist dieser Gedanke zu gucken, was kann ich da verändern wo ich bin?

00:33:34: Was kann ich einbringen und tun?

00:33:37: Und nicht weggehen sondern zu gucken was kann Ich machen wie geht das?

00:33:42: Und da kann man natürlich immer darüber reden, wo es eine Grenze dessen was man erträgt.

00:33:47: Eine Grenze dessen was man mitträgt.

00:33:50: Das ist sicherlich ne Diskussion um die es viel ging.

00:33:54: vielleicht auch beim der Person meines Vaters würde ich sagen von außen betrachtet Dass er da oft hinterfragt worden ist Dinge mitgetragen zu haben das hat er sich sicherlich auch oft gefragt denke ich Aber er hat sich sehr bewusst zu entschieden.

00:34:10: Ich denke, dass es eine ganz bewusste Entscheidung war zu sagen ich bin nicht der Oppositionelle sondern ich bin eher derjenige, der versucht ein Mann des Ausgleichs haben viele ihnen ja auch genannt tatsächlich.

00:34:22: Sie sprechen ja unter anderem jetzt mit uns auch ganz offen über diese Familiengeschichte.

00:34:26: wie ist der Umgang der Geschichte in ihrer Familie?

00:34:31: über sie hinaus.

00:34:33: Wie sehen das ihre Geschwister?

00:34:34: Wie sehen es vielleicht auch ihre Kinder, also ja wie gehen Sie in der Familie mit dieser Geschichte um?

00:34:42: Also er hat eine sehr besondere Geschichte auf jeden Fall und ich denke dass das von uns allen sehr wertgeschätzt wird auch sein Leben, seinen Handeln, sein Tunen Und das erfahren wir eigentlich ganz oft durch die Rückmeldung, die wir von anderen Menschen bekommen.

00:34:57: Das war ne sehr eindrückliche Erfahrung.

00:35:02: noch mal, als mein Vater starb haben wir so viel Post bekommen.

00:35:06: Soviel Rückmeldung bekommen die unfassbar persönlich waren, die unfastbar dankbar waren.

00:35:14: und da ist mir nochmal diese Dimension klar geworden dass das eben nur eine Position war diese Friedensgebete in der Nikolajkirche, dass sein Wirken und seine Arbeit und seinen Tun ja noch viel vielfältiger waren und die Bereiche in denen er gewürgt hat Wenn Menschen sich persönlich bedanken und sagen, sie haben das.

00:35:34: Er hat für uns getan, er hat Menschen zugehört, um persönliche Belange gekümmert.

00:35:40: Er hatte Menschen unterstützt, die in Not waren.

00:35:43: Das gehörte ja zu seiner Rolle als Superintendent genauso dazu für Menschen da zu sein.

00:35:48: Und nicht nur.

00:35:49: eben.

00:35:50: ein Teil war diese Arbeit.

00:35:52: Ein Teil waren die ganz persönlichen Dinge dann die Friedensgebete und noch die ganz normalen Kirchenarbeit auch.

00:35:59: Insofern in dieser Vielfalt, denke ich hat er sehr Großes getan und der Groß bewirkt auch.

00:36:05: Und das ist dann eben eine Reduzierung vielleicht auch zu sagen an der Stelle hat er den Mut nicht gehabt, hat er vielleicht sich anders entschieden?

00:36:14: Hat er aufgrund seiner Geschichte vielleicht sich anderes entschieden?

00:36:18: aber im Bereich der Friedensgebete hat er sich eben so entschieden als Mann des Ausgleichs zu sein.

00:36:26: Er wird sehr geschätzt dafür.

00:36:28: Auf jeden Fall ist sein Leben in der Familie, er wird das als positiv, als sehr wertvoll empfunden und wir sind alle sehr froh oder erlebe es auch bei meinen Kindern und dass das wirklich so ist, dass die sehr hohe Anerkennung haben für was er geleistet hat wie er gelebt hat.

00:36:49: Sie haben es ja gerade gesagt, die Frinsgebiete waren nur eine ... Die Sache, die er in seinem Leben gemacht hat.

00:36:56: über die Aktion Söhnezeichen haben wir schon gesprochen.

00:36:58: Er war später beteiligt am runden Tisch zum Beispiel.

00:37:01: Gibt es so Erinnerungen an die Eltern?

00:37:06: Die sie bis heute begleiten?

00:37:08: Wo Sie dran denken und denken ... Oh ja!

00:37:12: War unabhängig von diesen großen politischen Zacken?

00:37:19: Also ich hab ganz wunderbare Erinnerung an meine Eltern.

00:37:23: zusammen waren, Maximal gutes Team.

00:37:27: Meine Mutter hat also wirklich die ganze Unterstützungsarbeit, ohne meine Mutter wäre mein Vater gar nichts gewesen und hätte alle diese Dinge gar nicht tun können.

00:37:37: Die sind seit so vielen Jahren verheiratet gewesen und waren da an der Stelle.

00:37:43: ein untertrennliches Team muss man so sagen, ohne meiner Mutter wäre das nicht möglich gewesen.

00:37:48: sie haben das zusammengetragen.

00:37:52: Sie ist dann auch immer mit dabei gewesen bei diesen Dingen.

00:37:55: Und die hat sehr viel auf ihnen verzichten müssen, wir haben als Kinder auch viel verzichten mussten darauf das Familie dann manchmal zurückstand weil natürlich die Arbeit und die Vielfalt der Arbeit sehr viel Raum und Zeit eingenommen hat.

00:38:10: Ja was für eine schöne Erinnerung.

00:38:15: Das wird.

00:38:16: trotzdem auf dem Punkt war mein Vater dann immer da und wenn es nicht so lange war aber Ich weiß zum Beispiel noch, als ich dann mein erstes Kind bekam, wohnte ich auch bei meinen Eltern damals und er hat mich ins Krankenhaus gefahren.

00:38:32: Und dann ... Er hat sich Zeit genommen, wenn es darauf ankramen war, da.

00:38:36: Also das sind so die verlässlichen Momente tatsächlich gewesen im Leben immer wieder.

00:38:42: Das hat sich durchgezogen aber hatte mit Verzicht zu tun.

00:38:47: natürlich weil oft waren andere Themen oder andere Dinge natürlich wichtiger.

00:38:53: Ja, ein konkretes Beispiel fällt mir nicht so richtig ein.

00:38:57: Ich würde gerne wissen wir sitzen ja heute in Giffhorn.

00:39:01: haben sie sich bewusst dagegen entschieden weiter in Leipzig zu wohnen?

00:39:04: Sie hatten irgendwo mal erzählt das war so diese Zeit in Leibzig die bewegende Zeit.

00:39:10: hat es irgendwann gereicht und sie sind weggezogen oder haben sich für Giffhorn entschieden?

00:39:16: Da waren noch Stationen dazwischen.

00:39:19: ich war auch noch bis sehr spannende Zeit in Leipzig, sehr intensiv miterlebt.

00:39:25: Ich habe dort meinen beruflichen Anfang genommen.

00:39:27: Wir haben eine staatliche Einrichtung in eine freie Trägerschaft geführt damals.

00:39:32: Das war eine sehr spannender Zeit und eine Berufsbildungsstätte.

00:39:35: Und die haben wir dann zu einem freien Träger überführt.

00:39:38: Da haben wir sehr viel positive Erfahrungen gesammelt in der Zeit, was plötzlich alles möglich war.

00:39:47: Erinner mich an sehr viele konkrete Dinge, wie die erste Freie Wahl und viele Sachen.

00:39:52: Die einfach dann in der politischen und in der persönlichen Entwicklung plötzlich ja sehr viel Fahrt aufgenommen haben.

00:40:00: natürlich eine sehr spannende Zeit gewesen.

00:40:03: Und das war dann eine sehr privat persönliche Entscheidung.

00:40:06: Sechsundneinzig aus Leipzig wegzugehen.

00:40:08: Ich habe damals dann geheiratet.

00:40:11: Also nicht gegen Leipzig?

00:40:13: Nein!

00:40:14: Aber ihre Kinder leben wieder in Leip sich.

00:40:16: Wie ist das mit dieser nächsten Generation und dieser Familiengeschichte im Rucksack?

00:40:21: Wie reflektiert man das, wie wird es besprochen.

00:40:25: Das wird auch durch Wachsen besprochen manchmal natürlich klar.

00:40:29: Es gibt auch immer wieder Menschen die uns ansprechen.

00:40:34: Also meine Kinder erleben das ja auch.

00:40:35: dass sie auch noch mitunter angesprochen werden.

00:40:37: Ach sie

00:40:39: heißen

00:40:39: Magirus Kann passieren, dass man angesprochen wird.

00:40:45: Meine Mutter lebt ja auch da und einer meiner Brüder.

00:40:49: Wir erleben sehr viel positive Rückmeldung.

00:40:53: Sehr viele Menschen, die sich noch gut an meinen Vater erinnern.

00:40:58: Das ist eine tolle Verbindung in der Stadt.

00:41:01: Die haben uns unterstützt und begleitet.

00:41:03: In dem Trauerfall erfahren wir sehr viel Wertschätzung.

00:41:08: Und diese Wertschützung ... Erleben natürlich die Kinder auch noch mal als Spannend.

00:41:16: Die waren ja nicht selber dabei und bilden sich ihre eigene Meinung über diese Zeiten, fragen ganz viel ... Das ist sehr eindrücklich mit drunter.

00:41:29: Die stehen dem aber sehr offen gegenüber.

00:41:31: Also auf jeden Fall eher sehr offen.

00:41:34: Sie haben ihren Buch hingelegt von ihrem Vater.

00:41:37: Gelebte Versöhnung heißt das?

00:41:39: Es liegt hier vor uns aufm Tisch!

00:41:41: Ist es das, was Sie Ihren Enkeln in die Hand drücken werden?

00:41:46: Das würde ich Ihnen anbieten.

00:41:49: Sie müssen das nicht lesen!

00:41:52: Meine Kinder haben das natürlich auch gelesen.

00:41:55: Die Kinder waren meiner Geschwister und wir sind als große Familie sehr oft zusammen.

00:42:02: Diese Familienfeiern, das liebte er sehr.

00:42:04: Sein letzter und neunzigster Geburtstag letztes Jahr im Sommer war ein großes Familienfest, was wir noch gefeiert haben.

00:42:09: Das war so schön für ihn, er liebt es wirklich sehr!

00:42:13: Und er wollte dann aber immer am liebsten über die Familie hinaus, dass noch mehr Menschen kommen.

00:42:18: Das hat ihm immer am besten gefallen, dass dann auch noch Freunde aus seiner Arbeitszeit kommen oder andere Menschen mit dabei sind... mit der Arbeit verknüpft sind, die immer wichtig waren.

00:42:35: Das hat uns auch geprägt, denke ich.

00:42:37: Wir sind Menschen, die alle ein sehr offenes Haus haben und viele Menschen um sich haben gerne.

00:42:43: Und die auch gerne mitten drin sind

00:42:46: eigentlich.

00:42:48: Sie waren ja damals mittendrin dabei?

00:42:51: Gibt es was aus dieser Zeit, aus diesem Handeln ihres Vaters?

00:42:55: Falls wir gehört haben, er musste so handeln aus seiner Prägung und Erfahrung heraus.

00:42:59: Gibt es was wo sie sagen das Verstehenhistorik oder Außenstehende nicht?

00:43:04: Jetzt heute auf diese Ereignisse blicken?

00:43:08: Ich glaube dass ganz viele Menschen nicht nur Historiker verstehen was damals passiert ist.

00:43:13: wenn man das live miterlebt hat sind das Momente und Situationen die man ganz schwer einordnen und beschreiben kann.

00:43:22: also diese Stimmung zum Beispiel von diesem neunten Oktober kann man nicht transportieren, was da los war.

00:43:29: Als wir aus der Kirche rauskamen und dieser Demonstrationszug sich auf die Straße begab... Alle hatten Angst aber es ging einfach los!

00:43:40: Und das kann man auch nicht beschreiben.

00:43:42: Ich glaube man kann Situationen manchmal nicht so gut beschreiben.

00:43:45: selbst wenn man das auf dem Video sieht ist das anders weil eine Entwicklung dazu beigetragen hat.

00:43:52: in dem Moment also es hat ja sich entwickelt Blicke, Austauschegespräche in der Situation.

00:43:58: Und dann eine ganz besondere Energie würde ich sagen in dem Moment.

00:44:07: Fällt dir oft der große Begriffswunder was damals passiert ist?

00:44:11: Wie schauen Sie als Pfarrerstochter darauf?

00:44:15: Hat Ihnen ja auch Türen in die Welt öffnet?

00:44:18: Würden dort nicht hingefallen wohnen?

00:44:20: Absolut!

00:44:22: Das denke ich ganz oft.

00:44:23: natürlich dass das vieles nicht so gekommen wäre.

00:44:26: auf jeden Fall Ja, das sind Momente gewesen wo glaube ich vielleicht auch noch mehr zwischen Himmel und Erde war.

00:44:37: Vielleicht kann man sich nur wünschen dass da noch ganz viel gute Energie irgendwo unterwegs war.

00:44:43: Ich denke aber die Menschen mit ihrem Mut und mit ihrem Vertrauen weil manche es ist vertrauen bei anderen Gottvertrauen gewesen Da gibt sicherlich ja ganz viele Formulierungen die man dafür finden kann.

00:44:55: Aber das ist in dem Moment diese Summe an Vertrauen und Energie gab hat dazu geführt, dass das so war.

00:45:02: Das glaube ich so.

00:45:05: Wir treffen uns hier die Kinder der anderen.

00:45:07: Sie sind Kind von.

00:45:09: wie lebt es sich damit als kind von zu sein?

00:45:14: Gut!

00:45:16: Ich bin gerne Kind meiner Eltern also da... das ist keine Hürde oder keine Belastung auf jeden Fall nicht.

00:45:26: Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn ich damals mich konsequent entschieden hätte, in Leipzig zu bleiben.

00:45:30: Darüber habe ich manchmal nachgedacht dass das dann anders gewesen wäre vielleicht weil dann so Fußstapfen deutlicher da gewesen wären.

00:45:38: jetzt kann ich die Fuß stapfen auch mit Abstand betrachten und das ist auch gut.

00:45:43: Ich sehe sie ja gerne und kann auch verschiedene Meinungen dazu haben.

00:45:48: ich kann nicht als Tochter über das Leben meines Vaters urteilen.

00:45:55: Das sind seine Entscheidungen gewesen, sein Leben.

00:45:58: Und ich denke, dass wir ganz viele Dinge zusammen erlebt und erfahren haben.

00:46:05: Aber das heißt ja nicht, dass man als Kind nur das Kind von ist sondern ein ganz eigener Mensch ist natürlich.

00:46:14: Fredericke Magirius!

00:46:16: Wir bedanken uns für das Gespräch.

00:46:17: Wir bedanken uns für die Zeit, für die persönlichen Einblicke, für den Rückschau aber auch vor allem für die Gedanken heute.

00:46:25: Vielen vielen Dank.

00:46:26: Danke schön

00:46:27: Ja, sehr gern.

00:46:30: Die Friedensgebete in der Leipziger Nikolajkirche gab es übrigens nicht erst neunundachtzig.

00:46:36: Sie begannen schon viel eher am zwanzigsten September neunzehnhundertzweiundachzig.

00:46:41: Anfangs nahmen nur wenige Menschen und kleine Gruppen an den Gebietenteil.

00:46:45: Erst während der friedlichen Revolution kamen sehr schnell immer mehr Leute bis schließlich aus den Montagsgebeten riesige Demonstrationen wurden, an denen am neunten Oktober rund siebzig tausend Menschen teilnahmen.

00:47:00: Für die nächste Folge haben wir uns mit Thomas Löst getroffen, sein Vater war ein berühmter Schriftsteller, Erich Löst.

00:47:06: Er wurde in der DDR verhaftet, saß im berüchtigten Stasi-Knast den Bautzen ein und verließ schließlich die DDR.

00:47:13: Zum Schluss haben wir noch einen Tipp für euch!

00:47:16: Wer seinen Kindern einmal die DDR erklären möchte?

00:47:19: Es gibt den schönen Kinderpodcast Zeitreise DDR vom Forum für Kultur und Bildung Leipzig.

00:47:24: Den Podcast können wir wirklich empfehlen.

00:47:26: Den Link dazu packen wir euch in die Show.

00:47:29: Wir freuen uns, wenn ihr unseren Podcast liked und abonniert.

00:47:32: Tschüss bis zum nächsten

00:47:50: Mal!

00:47:53: Diese Maßnahme wird mit finanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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